Yoshinori Ohsumi erhält Nobelpreis für Medizin


Europa Redaktion

Die Versammlung des Nobelkomitees des Karolinska-Instituts in Stockholm hat am Montag die Verleihung des ersten Nobelpreises des Jahres 2016 publik gemacht.

Die Körperzellen müssen gesund sein, um zu funktionieren. Daher fressen sie sich zum Teil von innen auf. Dieser Prozess heißt Autophagie, zum ersten Mal aufgezeigt hat die ausschlaggebenden Mechanismen der Zellforscher Yoshinori Ohsumi in den 1990ern.

In Schweden ist er dafür nun mit dem Nobelpreis für Medizin prämiert worden. Ohsumi arbeitet am Institute of Technology in Tokio. Der 1945 auf die Welt gekommene Ohsumi reagierte mit einem Stöhnen auf die Verkündung von seiner Auszeichnung.

Er habe überrascht gewirkt, seine erste Antwort war: „Ach“, äußerte der Sekretär des Nobelkomitees, Thomas Perlmann, nach der Bekanntmachung in Stockholm.

Ausgezeichnet wird die Arbeit des japanischen Zellbiologen Yoshinori Ohsumi auf dem Areal der Autophagie.