Von wegen knapp: USA sitzen auf einem 200-Jahres-Vorrat Öl

Öl ist knapp und wird darum immer teurer. So der Zeitgeist. Und zwar nicht erst seit heute, denn vom sogenannten Oil-Peak erzählt man uns schon seit den 1920er Jahren. Alles Blödsinn? Angeblich sitzen die USA auf gigantischen Öl-Vorkommen, wie ein Institut errechnet hat. Ganze 1,4 Billionen Barrel sollen in amerikanischen Tiefen darauf warten, endlich von hubraumstarken Achtzylinder-Chevys verheizt zu werden.


Werbung

Zwar hat US-Präsident Barack Obama kürzlich gesagt, dass die USA nur drei Prozent der weltweiten Ölreserven besitzen, was rund 22,3 Milliarden Barrel entspricht, doch spiegelt diese Zahl nur jene Reserven wider, auf die die USA aktuell zugreifen. Tatsächlich sollen die USA auf einem Vorrat von über 1 Billion Barrel Öl sitzen, schreibt John Merline von Investors Business Daily.

Laut Berechnungen des Institute for Energy Research haben die USA gigantische 1’442 Milliarden Barrel an förderbaren Öl-Vorkommen. Das ist mehr als das 60-fache dessen, was allgemein bekannt ist. Merline schreibt, dass dies ausreichen würde, um den Öl-Bedarf der USA nach heutigem Stand für 200 Jahre zu sichern.

Das meiste der errechneten 1,4 Billionen Barrel Öl befinde sich in Schiefer-Ablagerungen in der abgesperrten Green River Formation in Wyoming. Die USA haben daher kürzlich darüber beraten, eventuell Genehmigungen zu erteilen an diesen Stellen nach Öl zu bohren. Nachteilig ist, dass die amerikanischen Raffineriekapazitäten derzeit bereits voll ausgelastet sind und seit 35 Jahren keine neuen Raffinerien mehr gebaut wurden, was sich unter diesen Umständen jedoch bald ändern könnte.

Das könnte auch interessant sein...