USDA: Jeder vierte Amerikaner hat Anspruch auf Food Stamps

Mit 46,4 Millionen Menschen bezieht heute bereits jeder siebte Amerikaner sogenannte Food Stamps. Doch hätte laut Daten des USDA sogar jeder vierte US-Bürger – also mehr als 70 Millionen Menschen in den USA – einen Anspruch. Leider nehmen insbesondere ältere Menschen und Einwanderer die staatliche Unterstützung oftmals nicht in Anspruch.

Zwar bezieht bereits jeder siebte Amerikaner – nominal 46,4 Millionen US-Bürger – Food Stamps (Lebensmittelmarken), doch hätten noch weit mehr Menschen einen Anspruch: So gab das US Department of Agriculture (USDA) laut CNNMoney an, dass viele Menschen zwar für das sogenannte SNAP-Programm „qualifiziert“ seien, es jedoch nicht in Anspruch nähmen. Das USDA gibt jährlich rund 3 Millionen Dollar für Fyler und Infomaterial in mehreren Bundesstaaten aus, um die Bürger über die Anspruchsvoraussetzungen aufzuklären. Die „Teilnahme“ sei im Falle älterer Menschen und Einwanderer besonders gering.


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Laut Daten des USDA hat nicht nur jeder siebte, sondern sogar jeder vierte US-Bürger Anspruch auf die Food Stamps. Insgesamt also mehr als 70 Millionen Menschen! „Millionen von Senioren haben mit extrem niedrigen Einkommen zu kämpfen und können sich kaum Nahrung und Medizin leisten“, sagte Stacy Dean vom Center on Budget and Policy Priorities gegenüber CNNMoney. „Eine Anmeldung beim SNAP kann bei diesem Kampf helfen.“ Nur 63 Prozent aller Berechtigten beziehen tatsächlich Lebensmittelmarken. Im Jahr 2011 hab die US-Regierung mehr als 75 Milliarden Dollar für das Food Stamp-Programm aus. Ein extremer Anstieg: Im Jahr 2008 waren es noch 34,6 Milliarden Dollar gewesen.

Ebenfalls umstritten sind die Nahrungsmittel, die von den Lebensmittelmarken bezogen werden können, wie etwa Energy-Drinks oder Kartoffelchips. „Eine Beschränkung auf gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte könnte die Fettleibigkeit der Amerikaner bekämpfen“, glaubt der Gesundheitsexperte Jillian Michaels. Doch würden dann vermutlich „noch weniger“ Amerikaner auf die staatliche Unterstützung zurückgreifen.

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