US-Wahlen: Clinton verliert wegen Krankheit an Vorsprung


Amerika Redaktion

Eine Pneumonie ist eine normale Erkrankung. Doch wenn sich jemand um das bedeutendste Amt weltweit bewirbt – eine Funktion, die die Ausdauer eines Marathonläufers verlangt -, haben die Wähler das Anrecht auf vollständige Infos zu dessen Zustand.

Hillary Clinton mag in der Tat grundsätzlich in Form sein, wie ihr Arzt und sie selbst erklären. Aber sie muss ihr unvorteilhaftes Drängen auf Privatsphäre bewältigen. Umso weniger die Wähler wissen, desto denkbarer ist es, dass sie an Konspirationstheorien glauben, die von ihren Widersachern protegiert werden, mahnt die britische Financial Times. Es ist nicht nur die Angelegenheit um ihre Verfassung, die Hillary Clinton beim Endspurt des Wahlkampfs begleitet.

Ihre Vertrauenswürdigkeit, laut Umfragen sowieso schon auf einem geringen Level, wird durch die derzeitige Debatte weiter erschüttert. Falls Clinton die Wahl zum Präsidenten gewinnt, dann paradoxerweise eher nicht wegen ihrer politischen Durchbrüche und Vorzüge, sondern da die Majorität der Wähler unterbinden möchte, dass Donald Trump der nächste US-Präsident wird, schreibt die saudi-arabische Saudi Gazette. All dies passiert im für Clinton unpassendsten Augenblick“, ergänzt die polnische Gazette Rzeczpospolita.

Ihr Vorsprung gegenüber Trump ist auf fast Null geschmolzen, und in 14 Tagen findet das erste TV-Duell mit dem republikanischen Anwärter statt. Wenn der Milliardär dann unter Beweis stellt, dass er Verantwortung tragen kann und ’staatstragende‘ Besonderheiten hat, könnte Clinton ernste Schwierigkeiten bekommen. Eine große Majorität der US-Bürger würde laut Umfragen eine Frau im Weißen Haus billigen.

Aber wenn es um den Zustand eines Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten geht, stellen zahlreiche bedeutsam höhere Voraussetzungen an eine Frau als an einen Mann. Denn sie denken, eine Frau sei von Hause aus schwächer.