US-Behörden ermitteln gegen Goldman Sachs


Amerika Redaktion

Eine milliardenschwere Emission von Schuldverschreibungen, die Goldman Sachs auf Anfrage des malaysischen Staatsfonds begleitet hat, wirft anscheinend Fragen auf. Hat die Geschäftsbank gegen Vorschriften zum Kampf gegen Geldwäsche verstoßen?

Goldman Sachs ist einem Zeitungsartikel folgend im Kontext mit Geschäften beim malaysischen Skandalfonds 1MDB ins Visier der US-Strafverfolger geraten. Es werde begutachtet, ob die US-Bank gegen nationale Bestimmungen zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen habe, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Bezugnahme auf mit der Sache vertraute Menschen.

Goldman habe auf Anfrage des Fonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) eine Emission von Schuldverschreibungen über ca. drei Mrd. Dollar organisiert. Das Institut habe die eingesammelten Finanzmittel an eine Schweizer Bank transferiert. Jedenfalls bei 50 Prozent der Gewinne gebe es keine detaillierten Hinweise auf den Aufenthaltsort, so die Zeitung. Ein Teil davon sei schließlich auf einem Konto des malaysischen Ministerpräsidenten Najib Razak gelandet.

Die Fahnder mutmaßen dem Report nach, dass Goldman vielleicht zu der Hypothese Anlass gehabt hätte, dass die Finanzmittel nicht für ihren anfänglichen Zweck genutzt wurden. Der Bank werde bisher aber kein Fehlverhalten zum Vorwurf gemacht.

Goldman und das US-Justizministerium waren anfangs für Erklärungen nicht zu erreichen. Gegen den Staatsfonds laufen in wenigstens 6 Staaten Geldwäsche-Untersuchungen.