Türkische Soldaten richten 20 Kurden hin

In der seit Monaten vom Militär besetzten und umkämpften kurdischen Stadt Nusaybin ist es ein weiteres Mal zu einem Kriegsverbrechen durch die Türkei gekommen.


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Wie Zeugen der Presseagentur DIHA und der Frauennachrichtenagentur JINHA meldeten, sollen am 31. Mai mehr als 20 Menschen in direkter Nähe zur syrischen Grenze von Mitgliedern der türkischen Einheiten illegal exekutiert worden sein. Verschiedene Zeugen berichteten den Pressediensten einvernehmlich, dass am 31. Mai gegen 22 Uhr Ortszeit mehr als 20 Einzelpersonen mit einem gepanzerten und 4 nichtmilitärischen Fahrzeugen in die Umgebung des Friedhofs im Ortsteil Yeni Mahalle transportiert worden seien.

Dort seien sie genötigt worden, sich in drei Gruppen aufzustellen. Nachdem weitere militärische und zivile Fahrzeuge den Ort erreichten und viele ihn wieder verlassen hatten, seien die Inhaftierten von einem Erschießungskommando exekutiert worden. Die Zeugen konnten die Hinrichtung derart detailliert verfolgen, da einer der Fahrer vergessen hatte, die Lichter des Personenwagens auszuschalten.

Nach dem Gemetzel sollen die Leichname aufeinandergestapelt, angesteckt und verbrannt worden sein. Ein Fahrzeug der Armee schützte unverhofft den Ort der Exekution. Am bevorstehenden Morgen sorgte Militärs dafür, dass alle Beweismittel für das Verbrechen vernichtet wurden.

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