Türkei erwägt Übernahme der Deutschen Bank

Yigit Bulut, Berater des Ministerpräsidenten der Türkei Recep Tayyip Erdogan, hat vorgeschlagen, sein Staatsgebiet solle die Deutsche Bank erwerben.


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(Bloomberg) Yigit Bulut, Berater des Ministerpräsidenten der Türkei Recep Tayyip Erdogan, möchte sich mit Staatsfonds die Majorität an der Deutschen Bank sichern – oder die Deutsche Bank von türkischen Staatsbanken erwerben lassen. Das hatte der Berater Erdogans getwittert. Einige deutsche Medien hatten über diese wiederholten Begehren der Türkischen Republik berichtet.

Demzufolge schrieb Bulut – adressiert an Präsidenten Erdogan – auf Twitter, ob es ihn nicht zufrieden machen würde, wenn aus der Deutschen Bank die Türkische Bank werden würde? Der Daxkonzern ist nach Informationen des TV-Kanals „N-TV“ an der Wertpapierbörse nur noch rund 14,6 Mrd. Euro wert.

Alle börsennotierten Kreditgeber der Türkischen Republik kämen im Vergleich dazu gemeinsam auf eine Marktkapitalisierung von fast 44 Mrd. Euro. Doch hat die Türkei selbst einen schweren Stand: Erst letztens ist die Kreditwürdigkeit des Staates von der Ratingagentur Moody’s herabgesetzt worden.

Wir sind weiterhin fest der Meinung, dass es die Deutsche Bank in ihrer gegenwärtigen Form zukünftig nicht mehr geben wird. Angesichts ihrer Größe ist eine Insolvenz ausgeschlossen.

Würde man die Deutsche Bank wie Lehman Brothers dereinst in der Tat bankrott gehen lassen, dann würden weltweit erstmal die Lichter ausgehen. Wir hätten eine Wirtschaftskrise von einer undenkbaren Dimension im Verhältnis dessen die Krise 2008 just ein lockerer Pappenstiel war.

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