Trotz Mondpreisen: Deutsche flüchten in Immobilien

Auf der Suche nach dem idealen Schutz vor der sogenannten Schuldenkrise im Euroraum glauben die Deutschen fündig geworden zu sein. Absolute Renner sind angeblich sündhaft teure Häuser auf der 100 Quadratkilometer kleinen Nordseeinsel Sylt. Luxus-Immobilien, so glauben viele Deutsche, seien der letzte Zufluchtsort vor einer drohenden Geldentwertung.


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Wachsende Zweifel an den leeren Versprechen von Politikern und Zentralbanken zur Aufrechterhaltung der Gemeinschaftswährung als Wertaufbewahrungsmittel veranlasst viele Deutsche – darunter immerhin 800’000 Millionäre – ihre Vermögen durch den Kauf von Eigentum zu schützen.

„Die Leute haben furchtbare Erfahrungen mit anderen Investitionen gemacht, wie etwa Investmentfonds oder Aktien. Sie wollen jetzt etwas Greifbares“, wie Engel & Völkers von CNBC zitiert wurde. Die Deutschen glauben noch immer an die alte Weisheit „je besser der Standort, desto sicherer ist die Investition.“ Die Preise für Immobilien in Hamburg oder in den Bayerischen Alpen sind in den vergangenen drei Jahren um bis zu 60 Prozent gestiegen. Auch in München sind die Preise für Immobilien trotz extrem hohen Niveaus weiter in Höhe geschnellt. Und sogar in Berlin stiegen die Preise von 5’000 Euro je Quadratmeter vor der Finanzkrise auf heute bis zu 15’000 Euro.

Bläst sich in Deutschland eine Immobilienblase auf wie in den USA, Großbritannien oder Spanien? Sollte man sein Erspartes wirklich dort hineinpulvern? In Sylt haben die Preise bereits 35’000 Euro pro Quadratmeter erreicht. Ein kleiner Trost: In London muss man das Doppelte hinblättern. „Es gibt noch viel Spielraum nach oben“, glaubt Kai Enders von Engel & Völkers.

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