Tony Blair: Gaza soll aufhören Israel anzugreifen

Tony Blair schließt sich der Meinung des Weißen Hauses an: Die Hamas soll aufhören Israel anzugreifen. Die Kräfteverhältnisse in diesem Konflikt sind tatsächlich jedoch sehr ungleich. Ganze 20 mal bombardierten israelische Kampfjets gestern den Gazastreifen.

„Wir verurteilen den Raketenbeschuss von Gaza auf Israel und wir bedauern den Tod und die Verletzung unschuldiger israelischer und palästinensischer Zivilisten durch die anschließende Gewalt“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses Jay Carney. Der britische Ex-Premier Tony Blair, der heute für ein Millionengehalt bei JPMorgan jobbt, schloss sich diesem Statement an und rief die Palästinenser dazu auf, ihre Angriffe auf Israel zu beenden.


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22 Menschen wurden seit dem 14. November getötet und mehr als 160 weitere verletzt. Am Donnerstag wurden mindestens 20 Luftangriffe auf die Städte Rafah und Beit Hanun im Gazastreifen. Die israelische Regierung plant laut Berichten eine Bodenoffensive und möchte dafür 30’000 Soldaten und Reservisten einsetzen. Die Kräfteverhältnisse könnten kaum ungleicher sein.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat die Angriffe Israels auf den Gazastreifen indes scharf kritisiert. „Es hat eine weitere grausame Aggression gegen den Gazastreifen begonnen. Wieder einmal bombardiert Israel den Gazastreifen”, sagte Chávez während einer Kabinettssitzung am Donnerstag. Bereits bei den Angriffen Israels auf Gaza im Jahr 2009 hatte die Regierung in Venezuela alle diplomatische Beziehungen zu Israel abgebrochen.

Vielleicht ist auch alles nur Wahlkampf und Netanjahu bringt wie schon 1996 und 2009 Menschen um, damit er sich vor den Bürgern Israels für den Stimmenfang als starker Mann beweisen kann. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus: Als die ersten Raketen aus Gaza in der Nähe israelischer Städte einschlugen (falls man das überhaupt so nennen kann), flüchtete er schnell in einen sicheren Bunker.

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