Südafrika drohen US-Sanktionen wegen Ölimporten aus Iran

Südafrika wird die von den USA gesetzte Frist nicht einhalten können und wahrscheinlich auch nach dem 28. Juni 2012 weiterhin Öl aus dem Iran importieren. Somit könnte die größte afrikanische Volkswirtschaft vom internationalen Finanzmarkt ausgeschlossen werden. Im Vergleich zum Vormonat sind die Ölimporte aus dem Iran im März sogar gestiegen.


Werbung

Südafrika könnte möglicherweise von den Vereinigten Staaten sanktioniert und vom internationalen Handel ausgeschlossen werden. Offenbar wird die größte afrikanische Volkswirtschaft die von den USA gesetzte Frist nicht einhalten und auch nach dem 28. Juni 2012 weiterhin Öl aus dem Iran importieren. Der südafrikanische Verband der Mineralölindustrie (PIA) sagte am Freitag, dass man die USA um Aufschub oder Aussetzung der Frist bitten werde.

Die südafrikanischen Rohölimporte aus der Islamischen Republik sind von 364 Millionen Dollar im Februar auf 434,8 Millionen Dollar im März gestiegen. Laut der Daten im März betrugen die Einfuhren Südafrikas insgesamt 1,6 Millionen Tonnen, wovon 38 Prozent von Nigeria bezogen wurden, 32 Prozent aus dem Iran, 22 Prozent aus Saudi-Arabien und der Rest aus Angola.

Die USA haben internationalen Unternehmen sowie Staaten eine Frist gesetzt, nach welcher der Handel mit dem Iran abgebrochen werden muss. Anderenfalls werden auch diese Staaten sanktioniert, indem man die betreffenden Banken und Zentralbanken vom amerikanischen Bankensystem abschneidet. Am 23. Januar 2012 schloss sich die EU den Sanktionen an und und die Minister einigten sich darauf, Ölimporte aus dem Iran zu stoppen und die Einlagen der iranischen Zentralbank in der gesamten EU einzufrieren.

Das könnte auch interessant sein...