Spanien-Krise zwingt britische Banken in die Knie

Britische Banken sind offenbar von der Krise in Spanien stark betroffen. So haben allein die größten Banken infolge der sich wieder verschärfenden Krise 2 Milliarden Pfund an Wert eingebüßt. Investoren blicken mit großer Sorge nach Spanien, wo sich die Renditen auf Staatsanleihen der kritischen Marke von 7% nähern. Spanische Banken leiden noch immer unter faulen Krediten und dem zusammengebrochenen Immobilienmarkt.


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Großbritanniens größte Banken haben aufgrund der sich verschärfenden Krise in Spanien rund 2 Milliarden Pfund an Wert verloren. Aufgrund der Unsicherheiten stoßen Investoren offenbar in großem Stil ihre Banktitel ab, wie das britische Magazin Thisismoney berichtet. So verlor etwa die Lloyds Banking Group fast 5 Prozent an Wert, während die Royal Bank of Scotland knapp 4 Prozent einbüßte. Barclays fiel um 1 Prozent und auch die HSBC rutschte in roten Zahlen.

Investoren und Händler blicken mit Sorge nach Spanien, wo die Zinsen für Staatsanleihen immer weiter in die Höhe schießen und sich kritische Niveaus nähern. Daher kommen zunehmend Befürchtungen auf, dass die spanische Regierung ebenfalls ein Rettungspaket von der Europäischen Union und deren Partnern beantragen muss, um nicht bankrott zu gehen.

„Spanien bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil für die globalen Märkte, doch die Fremdkapitalkosten steigen allmählich in untragbare Höhen“, sagt Rupert Osbourne, Futures-Händler bei IG Index. „Wenn es eine Sache gibt, die wir in den letzten Jahren aus der europäischen Schuldenkrise gelernt haben, ist dass die Probleme nicht zu schnell und schmerzlos gelöst werden. Dies lässt uns in den kommenden Wochen eine starke Volatilität erwarten“, fügte er hinzu.

Die Rendite auf 10-jährige spanische Staatstitel hat jüngst 6,1% erreicht. Ab 7% beginnt die sogenannte „kritische Marke“, bei der Griechenland, Irland und Portugal auf finanzielle Hilfe von der EU angewiesen waren. Die Rendite ist aktuell auf dem höchsten Stand seit Amtsantritt der neuen konservativen Regierung hat im Dezember. Die Regierung hat ein hartes Sparpaket von Ausgabenkürzungen verabschiedet, sowie Reformen des Arbeits- und Finanzmarktes. Spanische Banken kämpfen noch immer mit zahlreichen notleidenden Krediten und dem zusammengebrochenen Immobilienmarkt.

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