Schon Kohl-Regierung wusste von drohender Eurokrise


Europa Redaktion

Der Euro war offenbar schon Jahre vor seiner Einführung als tickende Zeitbombe bekannt. So hatten Berater der damaligen Regierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl eindringlich vor einer Mitgliedschaft Italiens und Griechenlands in der Eurozone gewarnt. Es wurde sogar prognostiziert, dass Griechenland nach nur 18 Monaten wieder aus der Eurozone austreten würde.

Die Bundesregierung hat schon zu Zeiten des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl in er Zeit zwischen 1994 und 1998 von den drohenden Problemen durch die Gemeinschaftswährung gewusst. Die vom Spiegel recherchierten und bisher geheimgehaltenen Dokumente machen deutlich, dass die ehemaligen Kohl-Berater die Wahrscheinlichkeit eines Ausstiegs Griechenlands aus der Eurozone nach nur 18 Monaten des Beitritts auf 75% schätzten. Somit war der Euro schon vor seiner Einführung als eine tickende Zeitbombe bekannt, wie die britische Zeitung Daily Mail schreibt.

Die Berater Kohls hatten schon früh ihre Zweifel bezüglich der Gemeinschaftswährung betont und hatten ihrerseits Italien an das „schwächste Glied der Eurozone“ prognostiziert. Und so trat es auch ein: Die Regierung pulvert heute Billionen Euros deutschen Volksvermögens in die zerbrechenden südeuropäischen Staaten, wo die Schicksale von Millionen Menschen in atemberaubendem Tempo radikal zerstört werden. Was wir schon lange ahnten ist nun klar: Die Gründungsväter des Euro waren sich der enormen Gefahren frühzeitig bewusst und haben diese Währung trotzdem eingeführt.

Die jüngst veröffentlichten Dokumente zeigen deutlich, dass die Kohl-Regierung die Öffentlichkeit sowie das Bundesverfassungsgericht mit dem Euro als „Friedensprojekt“ bewusst getäuscht haben. Bereits im April 1990 war die Bundesregierung angeblich von der deutschen Botschaft in Rom gewarnt worden, dass das italienische Defizit und die Probleme der italienischen Wirtschaft nicht ignoriert werden dürften. Drei Monate später verkündete die italienische Regierung, dass Italien der Eurozone beitreten werde.

Der Euro besteht nun seit fast 14 Jahren und auch beim letzten Euro-Befürworter sollte sich allmählich die Erkenntnis durchsetzen, dass der aktuelle Status-Quo so nicht mehr fortgeführt werden kann, da sämtliche Reform- und Rettungsbemühungen bislang ins Nichts führten. Wie angekündigt: Projekt gescheitert!