‚Sanktionen gegen Iran sind Harakiri durch die Europäer‘


Europa/Naher Osten/Russland Redaktion

Die Länder der Europäischen Union haben Sanktionen gegen den Iran verhängt, die ab Juli inkrafttreten sollen. Der Iran hat im Gegenzug die Öllieferungen nach Griechenland eingestellt. Auch Spanien soll schon bald kein Öl mehr vom Iran erhalten. Deutschland und Italien werden wohl bald ebenfalls von der Versorgung abgeschnitten. Ein russischer Experte bezeichnet die Sanktionen gegen den Iran als „Harakiri durch die Europäer“.

Der Iran hat den Verkauf von Erdöl an Griechenland als Reaktion auf die verhängten EU-Sanktionen, welche im Juli inkrafttreten werden, gestoppt. Offenbar hat Teheran auch angekündigt, Spanien von der Rohöl-Versorgung auszuschließen, ebenso Deutschland und Italien könnten seitens dem Iran sanktioniert werden.

Diesen Monat schlug bereits eine Öl-Lieferung an zwei griechische Ölgesellschaften fehl, weil Rechnungen nicht bezahlt werden konnten. Zudem wurden Exporte nach Frankreich und Großbritannien gestoppt. Zwar liefert der Iran nur 5% der weltweiten Ölproduktion, doch ist iranisches Öl für viele Länder von wesentlicher Bedeutung. Europa ist nur teilweise abhängig von iranischen Öllieferungen – in erster Linie wird nach Asien exportiert – doch ausgerechnet die schwächsten Volkswirtschaften Europas Griechenland, Italien und Spanien sind stark von iranischem Rohöl abhängig.

Nikolai Tokarev, Präsident des staatlichen russischen Pipeline-Unternehmens Transneft, sagte, dass die Sanktionen der EU „fast schon unwirklich“ seien, da sich die EU damit mehr selbst schade. „Die Sanktionen gegen den Iran sind Harakiri durch die Europäer und lassen sich nicht mit gesundem Menschenverstand erklären“, wurde er von RT zitiert. „Es sieht wie ein Versuch aus, nicht hinter dem Global Player hinterherhinken zu wollen“, mockierte sich der Manager.