Sachsen gibt Fehler im Fall Al Bakr zu – JVA Leipzig

Nach dem Selbstmord des vermuteten Terroristen Jaber al-Bakr suchen die Strafverfolgungsbehörden weiter nach Kontakten zur Terrororganisation ISIL. Bis jetzt gebe es keine ausreichenden gerichtsverwertbaren Bezüge zum Islamischen Staat, äußerte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft des Bundes in Karlsruhe der FAZ. Die Strafverfolgungsbehörden spekulieren, dass al-Bakr auf Anfrage des Islamischen Staats handelte.


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Ende August sei der Syrer aus der Türkischen Republik kommend in Leipzig gelandet und habe dabei seinen Anschlagsplan „in der Tasche“ gehabt, zitierte die Gazette Fahnder. Nach Beobachtungen der Ordnungsbehörden hatte al-Bakr einen Explosivmittelanschlag auf einen Berliner Flughafen vorgesehen. In der Wohnung in Chemnitz, in der der 22-Jährige zum Schluss lebte, fanden die Fahnder 1,5 Kilogramm hochexplosiven Explosivstoff.

Er hatte sich am Abend des Mittwoch zwei Tage nach seiner Inhaftierung in einem Leipziger Zuchthaus aufgehängt – mit einem T-Shirt seiner Haftkleidung an einem Gitter in seiner Zelle. Al-Bakr soll Meldungen folgend sein vermutetes Attentatsziel selbst ausspioniert haben. Wie der RBB und die Berliner Morgenpost unter Hinweis auf Kreise der Ordnungsbehörden des Bundes meldeten, hielt sich der Syrer in der zweiten Hälfte des Septembers für eine Nacht in Berlin auf.

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