Russischer Top-Ökonom sieht Yuan als dritte Weltwährung

Der Chefökonom der russischen Sberbank sagte am Sonntag in Peking, dass die chinesische Währung das Potential für eine dritte Weltreservewährung hat. Bereits heute erfreuten sich chinesische Papiere insbesondere bei Staaten im Nahen Osten großer Beliebtheit.

Chinas Yuan (Renminbi) hat zukünftig das Zeug zur dritten globalen Reservewährung. Dies sagte der Vorstand und Chefökonom der russischen Sberbank Evgeny Gavrilenkov am Sonntag während einer Ansprache auf dem 15. Forum für Wirtschaftsentwicklung in Peking, China.


Werbung

„Diese Prognose wird auf die Zahlen des heimischen Wirtschaftswachstums zurückgeführt. Wahrscheinlich wird das Land seine Wachstumsraten des BIP auf hohem Niveau halten, bzw. kurzfristig auf rund 14-16 Billionen US-Dollar erhöhen. Die Indikatoren sind damit vergleichbar mit der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Mittlerweile sind chinesische Wertpapiere attraktiv für Länder, die einen wirtschaftlichen Überschuss erzielen, insbesondere im Nahen Osten“, so der Experte.

Das Forum, das in der chinesischen Hauptstadt am 22. März eröffnet wurde, diskutiert eine breite Palette von Fragen, unter anderem bezüglich wirtschaftlicher Reformen und Chinas wachsender Rolle als zweitgrößte Wirtschaftsmacht. Unter den Teilnehmern befinden sich der stellvertretende Ministerpräsident des chinesischen Staatsrates Zhang Gaoli, IWF-Chefin Christine Lagarde und einige Top-Manager verschiedener Weltkonzerne.

Die Sberbank ist mit 19’000 Filialen, 240’000 Mitarbeitern, 250 Millionen Privatkunden und 1,3 Millionen Geschäftskunden die größte Bank Osteuropas. Über 60 Prozent der Anteile befinden sich im Besitz der Zentralbank der Russischen Föderation.

Bild,  Autor: Фальшивомонетчик, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das könnte auch interessant sein...