Russland kauft weiter Gold zu

Die russische Notenbank ist eine der wenigen Geldinstitute weltweit, die ihre Goldbestände weiter vergrößern, wie die „Rossijskaja Gaseta“ am Montag schreibt. Beobachter veranschaulichen in der Zeitung die Entscheidung der russischen Notenbank. Einige Beobachter halten diese Überlegung für richtig. „Das ist wirklich sinnvoll“, sagt etwa der Chef des russischen Verbandes der Goldindustriellen, Sergej Kaschuba.


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Auf der einen Seite sei es dies günstig zur Diversifizierung der Rücklagen. „Darüber hinaus ist es eine entscheidende Hilfe für die ortsansässige Goldbranche, die sich entwickelt und Steuern zahlt“, so Kaschuba. Ferner verwies der Branchenkenner auf die „wirtschaftliche Realität“, die Russland gewissermaßen zur Erhöhung der Goldvorräte zwinge: „Der Metallexport, der mit Devisenrisiken, verschiedenen Scherereien bei der Verzollung und Verkehrsunkosten zusammenhängend ist, ist ungünstig und fällt weiter: 2015 belief er sich auf nur 34 t gegenüber 56 t 2014.“ Zudem bleibe die Goldförderung auf einem recht hohen Niveau, fuhr Kaschuba fort. Im Jahr zuvor habe sie um 1 % zugenommen, wenngleich zahlreiche Beobachter maximal 1 % prognostiziert hatten. „Die Notenbank sollte die Lage nutzen und die Goldvorräte weiter ausbauen“, glaubt Kaschuba.

Neben Russland investieren auch andere Staaten in das Edelmetall: Kasachstans Goldbestände sind 2015 um nahezu 30 t gestiegen und beziffern sich mittlerweile auf 221,8 t. Jordaniens Bestände stiegen um mehr als 18 t an, die von Malaysia um mindestens zwei t.

Überaus stark stockt China seine Goldbestände auf: um mindestens 708 t im letzten Jahr. Die Goldvorräte von Ländern wie den Vereinigten Staaten von Amerika, Italien und Frankreich, die traditionell die größten Goldkäufer sind, blieben 2015 unverändert. Deutschland hat sogar nahezu 3 t des Edelmetalls veräußert.

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