Russland erhöht Goldreserve um 500’000 Unzen


Amerika/Russland Redaktion

Nachdem US-Notenbank-Chef Ben Bernanke seine Operation Twist verkündet hat und der Dollar immer stärker an Wert verliert, trennen sich immer mehr Zentralbanken von ihren Dollar-Reserven und erhöhen den Goldanteil in den Portfolios. Laut Reuters ist die physische Goldnachfrage über Nacht explodiert. Russland kaufte bereits im Mai eine halbe Million Unzen Gold zu.

Fed-Chef Bernanke hatte den jüngsten Schritt der erneuten Verwässerung des US-Dollar mit den wachsenden Sorgen bezüglich Europas, sowie der anhaltend hohen Beschäftigungslosigkeit und der dahinsiechenden Konjunktur in den USA begründet. Zudem bekräftigte die Federal Reserve, dass die Nullzins-Politik bis mindestens Ende 2014 fortgeführt werde.

Nachdem die US-Notenbank ihre sympathisch klingende „Operation Twist“ ausgeweitet hat und in diesem Zuge weitere 267 Milliarden Dollar in das marode Bankensystem pumpen wird, hat Russland bekannt gegeben, dass man die Goldreserven in weiser Voraussicht bereits im Mai vorsichtshalber um weitere 500’000 Unzen Gold auf 29,3 Millionen Unzen aufgestockt hat.

Auch die Bank of Korea hat angekündigt, die staatlichen Währungsreserven zu „diversifizieren“. Der Anteil der Goldreserven sei zu klein, weshalb man noch in diesem Jahr weiteres Gold zukaufen werde.

Infolge der gigantischen Ausweitung der Geldmenge in den USA verliert der Dollar rasant an Wert: Kostete die Unze Gold vor 10 Jahren noch rund 300 Dollar, so muss man heute knapp 1’600 dafür hinblättern.