Roubini-Mitarbeiterin: Krise in Italien „fast unlösbar“


Europa Redaktion

„Die Eurozone hat nicht mehr viel Zeit, um sich vor einem totalen Zusammenbruch zu retten“, sagte Gina Sanchez, Direktorin bei Roubini Global Economics, gegenüber dem Nachrichtenportal CNBC. Griechenland werde die Eurozone Anfang 2013 verlassen, nach dem Zusammenbruch der Regierung infolge der durch Sparmaßnahmen ausgelösten sozialen Unruhen.

Dies werde dann auch die Probleme in Spanien und Italien auf die Spitze treiben. Spanien sei ein Problem, doch gerate Italien in ernsthafte Schwierigkeiten, dann werde dies „fast unlösbar“ sein, fügte Sanchez hinzu. Das kommende Jahr werde für die Eurozone entscheidend sein und Sanchez die Staats-und Regierungschefs der Eurozone seien möglicherweise nicht in der Lage, die Probleme zu bewältigen.

Denn während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich weiter für Sparmaßnahmen ausspricht, wollen der französische Präsident Francois Hollande und viele andere Politiker wirtschaftliches Wachstum auf Pump. „Merkel isoliert sich hierbei zunehmend“, fügte Sanchez hinzu.

Die tiefgreifenden Differenzen zwischen Hollande und Merkel „stellen eine echte Kluft dar, mit der es die Eurozone möglicherweise nicht schafft umzugehen.“ Auf dem Spiel stehe nicht nur die wirtschaftliche Integration, sondern auch das allgemeine wirtschaftliche Vertrauen in das gesamte Währungsgebiet.