Proteste in Portugal: „Lasst die Troika zum Teufel gehen“


Europa Redaktion

In Portugal sind in mehreren Städten hunderttausende Bürger gegen neue Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen. Sie riefen Slogans wie „Lasst die Troika zum Teufel gehen“ und „Stoppt den Sozialterrorismus“. In Lissabon kam es vor dem Parlament zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Hunderttausende Menschen haben in den Straßen von Lissabon und anderen portugiesischen Städten gegen neue Sparmaßnahmen protestiert, die von der Regierung angekündigt wurden. Allein in Lissabon seien mindestens 50’000 Menschen auf die Straße gegangen, in der zweitgrößten Stadt Portugals Porto ebenfalls einige Tausend, sowie in ca. 30 weiteren Städten.

In der portugiesischen Hauptstadt stießen Demonstranten vor dem Parlament mit der Polizei zusammen, wobei jedoch niemand verletzt wurde. Die Menschen zeigten Plakate mit der Aufschrift „Stoppt den Sozialterrorismus“ oder „Bald wird der Staat auch die Toten bestehlen“, als Reaktion auf die neuen Sparmaßnahmen, die von der portugiesischen Regierung angekündigt wurden, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen.

„Diese Regierung wird Portugal zerstören und wenn wir nichts tun, wird es immer schlimmer“, sagte einer der Demontranten. „Ich kämpfe darum, meinen Arbeitsplatz und die Arbeitsplätze meiner Mitmenschen zu erhalten“, fügte er hinzu. Ein weiterer Slogan lautete „Lasst die Troika zum Teufel gehen“ und verwies auf die Koalition aus EU, EZB und IWF, unter der auch Griechenlands Bürger ächzen.