Potential 70 Prozent: Gold und Silber heben ab

Mit etwa 1.360 Dollar kostet eine Unze (31,1 Gramm) so viel wie seit März 2014 nicht mehr. Ronald-Peter Stöferle, Incrementum, vermutet eine Weiterführung dieser Rallye, wie er in dem neulich veröffentlichten, zehnten jährlichen, mit Vermögensverwalter Mark Valek geschriebenen Bericht „In Gold we Trust“ auf 170 Seiten beschreibt. Die Autoren bemängeln bereits jahrelang die permanenten geldpolitischen Interventionen.


Werbung

Die tonangebende Auffassung ist, die Globalwirtschaft sei unter Einsatz der (neo)keynesianischen Wirtschaftspolitik auf den Weg der Erholung transportiert worden und die expansive Währungspolitik könnten über kurz oder lang reduziert werden. Stöferle und Valek veranschaulichen allerdings, das so erzielte Wachstum sei künstlich und zerbrechlich. Das derzeitige Geldsystem sei abhängig von einer kontinuierlichen Devalvation. Stöferle und Valek schreiben, nach Jahren sinkender Inflationsraten mit einem kräftigen Dollar und einer verräterischen Stille und einer irrtümlichen Sicherheit an den Handelsplätzen, habe sich die Inflationstendenz nun umgekehrt und es kämen „erste Zweifel am Narrativ der wirtschaftlichen Heilung“ auf.

Die beiden hielten auch in der Edelmetall- Baisse in den Jahren 2011 bis 2015 an ihrer Annahme fest, wonach Gold in einem außergewöhnlichen Boom sei. Um das zu unterstreichen, haben sie schon im letzten Jahr ihre Prognose für Juni 2018 auf 2.300 Dollar für eine Unze Gold festgelegt und dieses Bestreben nun bezeugt. Ein Potential von 70 %.

Das könnte auch interessant sein...