Paul Krugman fordert höhere Inflation


Amerika Redaktion

Paul Krugman schrieb in seiner wöchentlichen Kolumne in der New York Times, dass die US-Notenbank sich nicht mehr voll auf die Inflation, sondern auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren solle. Die Vereinigten Staaten könnten eine höhere Inflation gut wegstecken und sicherlich würde dies die Wirtschaft sogar ankurbeln, so der Professor der Princeton University.

Die Federal Reserve hat einen doppelten Auftrag: Die Inflation gering zu halten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Arbeitslosigkeit nicht steigt. „Es ist nun an der Zeit, die Inflation zu vergessen und sich voll auf die Schaffung von Arbeitsplätzen zu konzentrieren“, schrieb der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman in einer Kolumne in der New York Times.

Das Land könne mit einer höheren Inflation umgehen und es sei nun an der Zeit, endlich Ergebnisse zu präsentieren. „Die Kritiker der Fed fordern, dass die US-Notenbank auf die Bremse tritt, obwohl diese eigentlich aufs Gas treten sollte, um die Erholung zu beschleunigen“, schreibt Krugman. Das Hauptthema der Federal Reserve sei die Inflation, doch solle man die Aufmerksamkeit nun besser der Arbeitslosigkeit widmen. „Tatsächlich wäre eine etwas höhere Inflation eine gute Sache und nichts schlechtes“, fügte er hinzu.

Die Federal Reserve hat den Leitzins im Zuge der Krise auf 0 – 0,25% gesenkt und Staatsanleihen in Höhe von 2,3 Billionen Dollar aufgekauft mit dem Ziel, die Wirtschaft der Vereinigten Staaten zu stimulieren. Die Arbeitslosigkeit sei mit 8,2% aber weiterhin viel zu hoch und weit über Vorkrisenniveau, unterstrich Krugman. „Wäre ein Anstieg der Inflation auf 3% oder gar 4% tatsächlich eine schreckliche Sache? Im Gegenteil, es würde der Wirtschaft sogar fast sicher helfen.“