Nahrungsmittelpreise stiegen allein im Juli um 10%

Allein im Juli sind die Nahrungsmittelpreise in US-Dollar um 10% in die Höhe geschossen. Die Gründe sind laut Weltbank wetterbedingt, wie etwa die Dürre in Osteuropa oder die Hitzewelle in den USA. Doch gibt es noch einen weiteren, viel wichtigeren Grund: Die extreme Ausweitung der Dollar-Geldmenge.

Die Preise für Nahrungsmittel steigen immer weiter an, was an den Verbrauchern dieser Welt natürlich nicht spurlos vorbeigeht. Steigende Nahrungsmittelpreise treffen nicht nur Europa und die USA, sondern wirken sich überall in der Welt aus. Allein im Juli sind die Preise um 10% in die Höhe geschnellt. Mais, Sojabohnen und Weizen erreichten Rekordpreise.


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Die Bürger im Westen sehen nominal nur kleine Veränderungen auf den Preisschildern der Supermärkte, doch gibt es viele Länder, deren Lebensqualität stark abhängig ist von importiertem Getreide. So sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, dass besonders Afrika und der Nahe Osten anfällig seien auf schnell steigende Nahrungsmittelpreise.

Laut Weltbank tragen viele verschiedene Faktoren zu den hohen Preise bei, etwa die Hitzewelle in den Vereinigten Staaten, die Soja- und Maisernten hat stark zurückgehen lassen, oder auch die Weizenernte in Russland, der Ukraine und Kasachstan, die durch die dortige Dürre stark beeinträchtigt wurde.

Sicherlich tragen diese Faktoren zu einer Verknappung dieser wichtigen Güter bei, doch den wichtigsten Grund für die enormen Preissteigerungen hat Jim Yong Kim allerdings nicht erwähnt: Die immer schneller steigende Dollar-Geldmenge. Fed-Chef Ben Bernanke druckt und druckt, die Schulden wachsen, das Geld wird verwässert und verliert an Wert. Nutznießer sind Industrie und Banken, Leidtragende die Menschen, vor allem in den Schwellenländern.

Laut einer Studie aus vergangenem Jahr sind nicht fiese Diktatoren oder eine hohe Arbeitslosigkeit für Unruhen in der Bevölkerung verantwortlich, sondern in erster Linie steigende Nahrungsmittelpreise. Der Zeitpunkt, an dem das hungrige Volk auf die Straße geht und protestiert, lässt sich auf einem interessanten Chart ziemlich genau vorhersagen, und zwar unabhängig an welchem Ort auf der Welt. Das ist natürlich sehr nützlich, um drohenden Unruhen im Vorfeld begegnen zu können. Allerdings ist es auch sehr nützlich, wenn man Unruhen in gewissen Ländern gezielt hervorrufen möchte, Stichwort: Arabischer Frühling.

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