Moskau befürchtet Wertverfall des Euro


Europa/Russland Redaktion

Russland ist besorgt über die Situation in der Eurozone und befürchtet, dass die aktuellen Probleme auf Russland und die russischen Währungsreserven sowie den Außenhandel überschlagen könnten. „Wir sind an einem stabilen Euro interessiert“, wie der russische Finanzminister Anton Siluanov auf dem IX. Krasnojarsker Wirtschaftsforum sagte.

40% aller russischen Gold- und Währungsreserven seien in Europapieren angelegt worden und es gelte nun, die Situation zu stabilisieren. Denn auch der russische Außenhandel könne durch die Eurokrise hart getroffen werden, da insgesamt 821,3 Milliarden Dollar – fast die Hälfte des russischen Handelsumsatzes – aus der EU stammten.

Sollte sich die Krise noch weiter verschlimmern, so könnten russische Importe sowie Exporte schweren Schaden nehmen, so der Minister. Letztendlich könne dies dann zu einem Rückgang der Industrieproduktion in Russland führen. Er betonte, dass sich Russland mit rund 10 Milliarden Dollar am IWF beteilige. Um insgesamt 600 Milliarden Dollar soll das Kapital des IWF aufgestockt werden, wodurch der Fonds in die Lage gebracht werden soll, auch größere Staaten zu stützen, für den Fall dass diese kein Geld mehr von den Finanzmärkten erhalten sollten.

Während des letzten EU-Gipfels im Dezember hatten sich Euro-Politiker bereit erklärt, zusätzliche 260 Milliarden Dollar beizusteuern. Auch China und Japan sagten weitere Beteiligungen zu. Die Tschechische Republik, Dänemark, Polen, Schweden und Norwegen haben ebenfalls ihre Unterstützung zugesichert und Großbritannien hat versprochen, eine Entscheidung über mehr Mittel zu Beginn dieses Jahres zu machen. Der IWF beabsichtigt, seine Mittel auf eine Billion Dollar steigern.

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