Marktstratege: Untergang des Petrodollars dauert noch


China/Dollar/USA/Yuan Redaktion

Adam Levinson von Graticule Asset Management Asia äußerte schon im Oktober 2017 gegenüber dem Marktportal Bloomberg, dass das chinesische Bestreben, den Petroyuan zu etablieren, als »Startsignal« für Anleger bewertet werden müsse.

Die chinesische Regierung hatte im September 2017 verlautbart, einen Erdöltermin-Kontrakt in den Handel zu bringen, der tatsächlich in Yuan Renminbi bewertet werden und in Gold konvertierbar sein soll.

Damit müssen Chinas Vertragspartner die Option erhalten, Yuan Renminbi in Gold zu konvertieren oder in Gold zu begleichen. Als Folge dessen könnte demzufolge abgewendet werden, Geldmittel in US-Dollar umzutauschen.

Diese Methode von Vereinbarungen werde chinesischen Unternehmen als Sicherheitsleistung dienen, so Levinson. Der Yuan Renminbi könne sich somit nach und nach als Ankerwährung etablieren, um den US-Dollar als Ankerwährung zu ersetzen.

»Ein Akzentesetzer ist es nicht – wenigstens noch nicht. Doch ist es ein anderer Vorbote für den gemächlichen, und ich betone ein weiteres Mal gemächlichen Untergang des US-Dollars als Ankerwährung«, zitiert CNBC den Vizevorsitzenden des US-amerikanischen Think Tanks Institute for the Analysis of Global Security.

CNBC meldet, dass im Reich der Mitte eine zu hohe amtliche Überwachung praktiziert werde. Das könnte Chinas Anstrengungen, einen brauchbaren Erdölpreis-Benchmark zu errichten, erschweren.

Es sei fragwürdig, ob China in der Lage sein wird, mit den konstituierten Benchmarks WTI und Brent, die beide in US-Dollar angeführt sind, wettzueifern.