Marc Faber über “unvorhersehbare Folgen des Gelddruckens”

18. März 2012

Marc “Dr. Doom” Faber ist bekannt für seine deutlichen Worte zu Geldpolitik, Wirtschaft und Bankensystem. So sagte er dem Business Insider, dass die Federal Reserve und die anderen Zentralbanken die Währungen dieser Welt in einen unerbittlichen, sich immer weiter beschleunigenden inflationären Sog stürzen würden. 

Die Gefahren des Gelddruckens sind laut Marc Faber enorm groß. Wie jeder weiß, sei eine Geldentwertung die Folge. Doch abgesehen davon würde das Drucken von immer mehr Geld die Bevölkerung dazu verleiten, falsch zu investieren. Es gebe immer mehr Spekulationsblasen, die verheerenden Schaden anrichten würden, wenn sie eines Tages platzen. “Das Gelddrucken führt zu sozialen und politischen Spannungen”, ist sich Faber sicher. “Der Aktienmarkt ist völlig überkauft.”

Zudem sei die Kaufkraft des Geldes ist in den letzten 10, 20, 30 Jahren immer weiter zurückgegangen und dies werde auch weiterhin der Fall sein. “Bargeld und Staatsanleihen sind kein Schutz gegen den Wertverlust des Geldes.”

“Die Fed ist so ziemlich der schlechteste Wirtschaftsprognostiker, den man sich vorstellen kann. Sie sind Akademiker. Sie gehen nie in die Pubs und gehen nie einkaufen – oder aber sie lügen.” Im Grunde handle es sich bei Zentralbankern um Leute, die noch keinen einzigen Tag in ihrem Leben gearbeitet haben. “Dies sind keine Geschäftsleute, die durch den Verkauf von Waren und die Zahlung ihrer Ausgaben ihre Brötchen verdienen, sondern sie werden von der Regierung bezahlt”, betonte er.

Zwischen den Jahren 2000 und 2007 sei das Kreditwachstum nominal um ein fünffaches im Vergleich zum realen Wirtschaftswachstum gestiegen. Mit anderen Worten: Um einen Dollar des BIP zu erwirtschaften wurden 5 Dollar aus dem Kreditmarkt geliehen. “Dies funktioniert seit 2008 nicht mehr”, so Faber. “Wenn man Geld druckt, dann schafft man keinen Wohlstand. Ansonsten wäre ja jedes Land unglaublich reich, weil jeder Geld drucken kann.”

Jedes Gelddrucken führe irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt zu unvorhersehbaren Folgen. Rohstoffpreise, insbesondere für Nahrungsmittel und Energie seien stark gestiegen, was den meisten Amerikanern sehr zu schaffen mache. “Bis jetzt hat es nur den 5% oder 10% oder 1% der Bevölkerung geholfen, die Aktien besitzen. Also hat man die Vermögensungleichheit weiter vergrößert, was aus Sicht der Gesellschaft negativ ist.”


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