Marc Faber erwartet Goldverbot in den USA


Edelmetalle Redaktion

Marc Faber, der Herausgeber des Gloom, Boom and Doom Report, sagte, dass die US-Regierung aufgrund der bedrohlichen Wirtschaftssituation möglicherweise in Privatbesitz befindliches Gold konfiszieren könnte, sobald der Preis in die Höhe schießt. „Wenn ich ein Amerikaner wäre, würde ich das Gold außerhalb der USA lagern, da es nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass sie es den Bürgern wegnehmen werden.“

Marc Faber empfiehlt eindringlich, Gold nur physisch zu erwerben und dieses dann außerhalb der USA zu lagern. Bereits 1933 habe die US-Regierung ein Gesetz erlassen, nach dem die Bürger das Gold abgeben mussten. Faber fügte hinzu, dass das finanzielle Schlamassel dermaßen ausarten wird, dass der Goldpreis unglaublich abheben und die Regierung versuchen wird, eine Konfiskation des Goldes durchzuführen.

„Wenn der Goldpreis in die Höhe schießt, wird es eine durchaus populäre Maßnahme sein, es den reichen Menschen weg zu nehmen“, betonte Faber. „Es ist bereits zuvor passiert zwischen dem 1. Mai 1933 und 1974, als die US-Bürger das Gold nicht mehr als Schutz vor dem Papiergeld halten durften“, so der Ökonom. Ausländische Zentralbanken konnten die Dollars weiterhin in Gold eintauschen, womit das Gold wieder an die Banken über ging. Als dieser Prozess abgeschlossen war, wurde der Dollar abgewertet und die Goldbindung 1971 schließlich aufgehoben, so Faber. Faber sagte jedoch, er selbst sei mit seinen Goldkäufen nicht in Eile, sondern kaufe Monat für Monat nach.

Bob Janjuah von Nomura Holdings schrieb in einem Gastbeitrag bei Zero Hedge, dass die Märkte in hohem Maße von der Regierung manipuliert werden. „Renten- und Devisenmärkte werden von politischen Entscheidungsträgern inzwischen in so hohem Maße manipuliert, dass ich keine aussagekräftigen Erkenntnisse mehr anzubieten habe, bis auf meine Angst vor einer Blase.“ Auch er empfiehlt Gold.

Der Milliardär und Hedge-Fonds-Manager John Paulson erklärte kürzlich, dass es an der Zeit sei, Gold zu erwerben als Schutz vor den ausufernden Staatsschulden. Zwölf von 22 durch Bloomberg befragte Anleger erwarten steigende Preise des Edelmetalls, fünf waren neutral und weitere fünf rechneten mit fallenden Preisen.