Marc Faber: Anleger werden die Hälfte ihrer Vermögen verlieren

Die ausufernde Staatsverschuldung und das unkontrollierte Gelddrucken wird den Bürgern eine hohe Inflation bescheren und zu einer großen Vermögensvernichtung führen. Diese Prognose kommt von keinem Geringeren als Marc „Dr. Doom“ Faber im Interview mit CNBC. Etwa die Hälfte aller Vermögen werden Faber zufolge in den kommenden Jahren vernichtet werden. Insbesondere die gigantisch vielen Staatsanleihen im Markt seien brandgefährlich, so der bekannte Analyst.


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Der Autor des Gloom, Boom & Doom Report Marc Faber hat erneut keine guten Worte für die Situation der Weltwirtschaft übrig: So sagte er dem Nachrichtenkanal CNBC, dass unkontrolliertes Gelddrucken und die ausufernde Staatsverschuldung den Menschen eine gigantische Vermögensvernichtung bescheren werde, was die Anleger in den kommenden Jahren die Hälfte alles angelegten Geldes kosten werde. Die Bemühungen die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen habe die Bilanz der US-Notenbank auf 3 Billionen Dollar gesprengt. Auch andere Zentralbanken würde aggressive Geldpolitik betreiben, was laut Faber verheerende Teuerungsraten nach sich ziehen werde.

„Irgendwann werden wir eine massive Zerstörung von Wohlstand erleben, entweder durch eine sehr hohe Inflation oder durch soziale Unruhen oder durch einen Krieg oder durch einen Zusammenbruch der Kreditmärkte“, unterstrich er. „Vielleicht werden wir auch all dies zeitversetzt erleben.“ Trotz seiner pessimistischen Prognosen glaubt Faber, dass es gute Zeiten für eine Investition in Aktien sei, da die Notenbanken Billionen Dollar in die Märkte pumpen und so die Preise für Aktien in die Höhe treiben würden.

Er setze auf beides: Aktien und Gold. Weiter sieht er Chancen in zwangsversteigerten Immobilien im Süden der USA. „In Georgia, in Arizona, in Florida wird der Immobilienmarkt nicht einstürzen, eher wird er sich stabilisieren und ich denke, etwas Land und Eigentum zu besitzen – nicht unbedingt in den Finanzzentren, sondern in kleineren Städten – könnte eine positive Investition sein“, so Faber. Was für Aktien gelte, gelte auch für den Immobilienmarkt, so Faber.

Der Aktienmarkt befinde sich derzeit etwa in der Mitte einer aggressiven Hausse. So seien die Indizes seit ihren Tiefs im Oktober bereits um 25 Prozent gestiegen. „Ich glaube, die Leute sollten etwas Gold besitzen und ich denke, man sollte ein paar Aktien besitzen, denn bevor alles zusammenbricht, wird Ben Bernanke drucken, drucken und nochmal drucken“, fügte er hinzu. Die Folge sei eine dahinsiechende Wirtschaft, jedoch steigende Aktienkurse.

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