Kupferpreis: Droht ein Börsencrash wie 2008?


Finanz Redaktion

Der Kupferpreis hat in den letzten Wochen deutlich nachgegeben. Zudem haben Aktienkäufe auf Kredit an der Wall Street ein neues Allzeithoch erreicht. Beides sind Anzeichen auf einen möglicherweise bevorstehenden Börsencrash.

Die Entwicklung des Kupferpreises ist seit jeher ein zuverlässiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft, heißt es. Etwa im Jahr 2008 fiel der Kupferpreis binnen weniger Monate von knapp 4,00 Dollar auf 1,50 Dollar je Kilogramm. Und nun ist wieder einer ungewöhnlicher Rückgang des Kupferkurses zu beobachten.

Allein in diesem Jahr fiel der Kupferpreis von seinem Hoch im Januar von 3,40 Dollar je Kilo auf heute 2,95 Dollar. Einige Analysten warnen nun davor, dass dies nur der Anfang sein könnte. So schreibt etwa CNBC, dass fallende Kupferpreise mehrere Ursachen haben können, die jedoch vielleicht alle zum selben Ergebnis führen: Die erwartete Erholung der Weltwirtschaft bleibt aus.

Ein weiterer Hinweis auf einen möglicherweise bevorstehenden Crash sind Aktienkäufe auf Kredit, auch „Marging Debt“ genannt. Investoren haben sich für Aktienkäufe an der Wall Street 451,3 Milliarden Dollar geliehen, ein neues Allzeithoch. Vor dem Crash im Jahr 2008 stiegen die Kreditkäufe ebenfalls auf ein neues Allzeithoch. Als die Börsenkurse zusammenbrachen, reduzierte sich der Wert innerhalb von wenigen Wochen auf die Hälfte (s. hier).

Bild: Bear Stearns, Bildquelle: Flickr, C R, Lizenz: cc-by-sa-2.0