JPMorgan flüchtet aus US-Hypotheken

JPMorgan Chase & Co. hat seine Bestände an durch Hypotheken gesicherten Wertpapieren auf 72 Milliarden Dollar erhöht. Ende 2010 waren es noch 52,8 Milliarden gewesen und allein im letzten Quartal hat die Riesenbank ihre Bestände um weitere 8,4 Milliarden Dollar aufgestockt. Dabei geht es um Hypotheken von Hausbesitzern außerhalb der USA, für welche die US-Regierung nicht garantiert.


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Wie letzte Woche bekannt wurde, hat die amerikanische Großbank JPMorgan Chase & Co. ihre Bestände an durch Hypotheken gesicherten Wertpapieren in nur zwei Jahren verdreifacht. Hielt man Ende 2009 noch 19 Milliarden Dollar dieser Papiere, so schwollen die Bestände bis heute auf satte 72 Milliarden Dollar an. Dabei geht es in erster Linie um Hypotheken von Hausbesitzern außerhalb der USA, für die US-Regierung keine Garantien zugesichert hat.

Offenbar geht es dabei größtenteils um beliehene Immobilien aus Großbrtiannien und den Niederlanden, wie von der JPMorgan New York eingereichte Unterlagen bei der Securities and Exchange Commission aufzeigen. „Die Wette ist, dass sie ihre Erträge in Regionen erhöhen möchten, von denen sie denken, dass sie sicher sind“, sagte Jim Leonard, Analyst bei Morningstar Inc. in Chicago.

JPMorgan hat allein im vergangenen Jahr seine Bestände an durch US-Hypotheken besicherte Papieren von 281 Milliarden auf 134,7 Milliarden Dollar reduziert. Erstaunlicherweise haben andere US-Großbanken, darunter die Bank of America Corp. oder Citigroup, ebendiese Papiere von 121,1 Milliarden auf 947,8 Milliarden Dollar extrem aufgestockt, wie Moneynews berichtet.

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