JP Morgan: Aus 2 Milliarden werden 3 Milliarden?


Amerika Redaktion

Die Börsen-Gerüchte könnten sich bewahrheiten: So ist nicht mehr von einem Verlust von 2 Milliarden, sondern plötzlich von 3 Milliarden Dollar durch einen Zock des Chief Investment Office bei JP Morgan die Rede. Angeblich soll die Position mehrere hundert Milliarden Dollar betragen und gehebelt sein. Die Fed und die PR-Presse stehen schon bereit.

Unter Investoren machten bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des 2 Milliarden Dollar-Verlusts von JP Morgan Gerüchte die Runde, dass es dabei nicht bleiben könnte, da die Position angeblich gehebelt ist und sich noch immer in den Büchern des Instituts befindet. Nur vier Tage nach Verkündung des Milliarden-Verlusts ist nicht mehr von 2 Milliarden, sondern plötzlich von 3 Milliarden Dollar die Rede, welche die Bank verzockt hat. So zumindest schreibt es die New York Times. Ein Anstieg von 50%!?

Ben Bernanke zückt bereits die Druckerpressen und auch amerikanische Zeitungen halten ihr PR-Arsenal bereit und empfehlen einen Kauf von JP Morgan-Aktien. So sagte etwa Glen Schorr von Nomura, dass sein Kauf-Signal für JPM nun erreicht sei, da die Aktien durch den gigantischen Verlust mindestens 10% an Wert verloren haben. Außerdem habe das Chief Investment Office in den vergangenen drei Jahren 5 Milliarden verdient, was den jüngsten Verlust relativiere. So so!

Die gute Nachricht ist, dass JP Morgan in diesem Quartal einen Gewinn in Höhe von 6 Milliarden Dollar erwartet. Somit hat die ehemalige CIO Ina Drew nur einen halben Quartalsgewinn verzockt (nach aktuellem Stand), wofür sie satte 15 Millionen Dollar Abfindung erhalten hat. Und selbst wenn es merkwürdig klingt, im Grunde sollten auch wir ihr dafür danken.