Jim Sinclair: Russland könnte den Petrodollar begraben


Amerika/Russland Redaktion

Für den Fall, dass Russland seinen Öl- und Gashandel als Reaktion auf die Sanktionen nicht mehr in US-Dollar, sondern in irgendeiner anderen Währung durchführt, droht dem Petrodollar der Zusammenbruch als globale Reservewährung. Dies sagte Finanzexperte Jim Sinclair.

Russland drohte zuletzt, US-Staatsanleihen auf den Markt zu werfen, falls Amerika Sanktionen als Reaktion auf die Maßnahmen Putins auf der Krim verhängt. Finanzexperte Jim Sinclair jedoch glaubt, dass Russland eine viel größere Attacke gegen die USA in der Hinterhand hat.

Falls Russland seinen Öl- und Gashandel von nun an nicht mehr in Dollar durchführt, sondern in irgendeiner anderen Währung – sei es Gold, Euro, Rubel , Rupie oder sonst etwas – dann wird das amerikanische Petrodollar-System wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Tatsächlich ist eine der wichtigsten Säulen des US-Dollar der globale Reservestatus. Die letzten Kriege der Vereinigten Staaten wurden einigen Beobachtern zufolge nur geführt, um diesen Status beizubehalten.

Aber Russland ist heute nur noch Monate von der Unterzeichnung eines bilateralen Handelsabkommen mit China entfernt, nach dem China künftig riesige Mengen russischen Öls und Gas beziehen wird. Entscheiden sich Russland und China als Gegenreaktion auf die Sanktionen gegen einen Handel in US-Dollar, dürften andere Staaten wie der Iran, der Irak oder Indien rasch nachziehen, was wohl das Ende des Petrodollar als globale Reservewährung bedeuten würde.