Jim Rogers: Genießen Sie 2012, ab 2013 wird es unangenehm!


Finanz Redaktion

Anleger sollten 2012 genießen, solange laufende Konjunkturmaßnahmen die Märkte stützen. In einem Wahljahr werde man keine größeren Einbrüche der Wirtschaft mehr zulassen. In den Jahren 2013 und 2014 hingegen erwartet Hedgefonds-Manager Jim Rogers erste Auswirkungen der ultralockeren Geldpolitik und der rasant steigenden Staatsverschuldung der USA.

„Genießen Sie das Wahljahr 2012“, so der bekannte Investor Jim Rogers, „denn 2013 und 2014 werden höchst unangenehm!“ Die US-Notenbank und zahlreiche andere wichtige Zentralbanken haben die Leitzinsen dramatisch gesenkt und die Volkswirtschaften mit Liquidität überflutet, um das Wachstum anzukurbeln. Noch seien die Auswirkungen nicht wirklich spürbar. „Dies ist ein Wahljahr in den Vereinigten Staaten und viele Politiker kämpfen darum, gewählt zu werden“, sagte Rogers im Interview mit Opalesque Radio.

Über die Geldpolitik hinaus gebe es Konjunkturprogramme der Regierung, die das Defizit noch weiter erhöhen. Früher oder später würden die Volkswirtschaften die Auswirkungen der hohen Verschuldung zu spüren bekommen, so Rogers, was in wirtschaftlichen Kontraktionen resultieren werde. „Die allgemeine Lage wird immer dramatischer, da die Schulden durch das Dach gehen, und dies betrifft uns alle“, unterstrich der Investor.

„Kümmern Sie sich um 2013, sehr besorgt sollten Sie in Hinsicht auf das Jahr 2014 sein. Dieses Jahr jedoch wird nichts mehr weiter passieren“, ist sich Rogers sicher. „Geld drucken, auch als Quantitative Easing bekannt, zielt darauf ab, die Zinsen niedrig zu halten und Investitionen voranzutreiben, während Kritiker der Meinung sind, dass dies nur den Inflationsdruck erhöht, ohne die wirtschaftliche Situation zu verbessern.“

Die Federal Reserve hat Billionen Dollars in die Wirtschaft gepumpt und der Markt schreit bereits nach weiteren Maßnahmen. Doch sogar die US-Notenbank selbst wehrt sich inzwischen dagegen. So sagte Richard Fisher von der Federal Reserve Dallas, dass sich bereits genug Liquidität im Markt befinde und dies „nun genug“ sei.