Japan beendet Öl-Embargo gegen Iran

Die japanische Regierung hat angeblich das Embargo gegen den Iran beendet, noch vor Ende der Gespräche zwischen den 5+1 Mächten und dem Iran. Auch Russland drängt auf ein Ende der Sanktionen. Ein israelischer Nachrichtendienst schreibt, dass die Sanktionen schon zu zerbrechen drohen, bevor sie richtig begonnen haben.


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Ein hoher Beamter aus Tokio teilte am Mittwoch mit, dass es die japanische Regierung japanischen Unternehmen nun wieder erlaube, den Transport iranischen Öls nach Asien zu versichern. Vor der Tatsache, dass die Gespräche bezüglich des iranischen Nuklearprogramms in Bagdad zwischen dem Iran und den 5+1 Mächten noch nicht beendet sind, macht die Entscheidung deutlich, dass Japan niemals wirkliches Interesse an einem Embargo gegen den Iran hatte. Die Sanktionen drohen zu zerbrechen, bevor sie überhaupt richtig begonnen haben, schreibt der israelische Nachrichtendienst DEBKA.

Moskau hatte Teheran im Vorfeld der Gespräche gewarnt, dass der Westen eine Verschwörung im Schilde führen und dem Iran eine militärische Falle stellen könnte. Kurz vor Beginn der Gespräche seien britische Minister vor einer möglichen Eskalation gewarnt worden, zudem seien Notfallpläne für einen möglichen, schnell ausbrechenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran vorbereitet worden. Einige Quellen besagen, dass Großbritannien bereits zugestimmt hat, die Royal Navy an Israels Küste zu positionieren.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die US-Regierung indes aufgefordert, „weitere kontraproduktive und wirtschaftliche Einschränkungen“ des Iran zu stoppen.

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