IWF: Spanien braucht mehr öffentliche Mittel für Banken


Finanz Redaktion

Der IWF fordert einen stärkeren Einsatz der spanischen Regierung, um dem Bankensektor unter die Arme zu greifen. Angeblich seien 10 Banken aktuell „gefährdet“ und insbesondere die größte dieser 10 Banken müsse „dringend Maßnahmen ergreifen“. Offenbar sollen spanische Steuerzahler toxische Wertpapiere aufkaufen, um spanische Banken  zu entlasten. 

„Spanien muss eventuell mehr öffentliche Mittel zur Stützung seines Bankensektors einsetzen“, schrieb der Internationale Währungsfonds in einem Bericht. Ziel sei es, die Möglichkeit zu schaffen, toxische Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken zu bekommen. Das Land benötige eine grundlegende Reform des Finanzsektors, wofür die Aufteilung von Assets eine gute Option sei, wie Bloomberg berichtet.

Dass spanische Banken ihre notleidenden Aktiva abspalten wollen, wurde vergangene Woche bereits vom Direktor der Spanischen Nationalbank Jose Maria Roldan erwähnt, als dieser sich in London den Fragen von Investoren zur Situation in Spanien gestellt hatte. Die in Madrid ansässige Zentralbank gab diesbezüglich keine weiteren Details bekannt. Das spanische Wirtschaftsministerium hat jedoch angedeutet, dass man vorhandene Gelder lieber zur Reduzierung des Haushaltsdefizits verwenden wolle.

Der IWF schrieb, dass derzeit 10 spanische Banken als „gefährdet“ gelten. „Um die finanzielle Stabilität zu bewahren ist es entscheidend, dass diese Banken, vor allem die größte, rasche und entschlossene Maßnahmen ergreifen, um ihre Bilanzen zu stärken und das Management sowie den Einsatz der Regierung zu erhöhen.“

Auch der schwedische Finanzminister Anders Borg hatte zu Beginn dieser Woche vor den Gefahren durch den spanischen Bankensektor gewarnt. “Europa muss sich dringend um die Probleme spanischer Banken kümmern, die wie eine dunkle Wolke über der Erholung der Weltwirtschaft schweben”, hatte er dem Institute for International Economics gesagt.