IS-Kämpfer in Leipzig verhaftet

In Leipzig hat das Sondereinsatzkommando der Polizei am Donnerstag einen mutmaßlichen Kämpfer des Islamischen Staats festgenommen.

Bei einem Einsatz des Sondereinsatzkommandos der Polizei am Donnerstag in Wachau bei Leipzig hat die Polizei einen vermuteten Kämpfer des Islamischen Staats (39) verhaftet. Wie die Staatsanwaltschaft des Bundes am Freitag publik machte, geht es dabei um den Syrer Ahmad A. A.


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Staatsbedienstete der Polizei in Sachsen und des Bayerischen LKA durchkämmten auch seine Wohnung. „Der Angeklagte ist unbedingt verdächtig, sich als Mitglied an den fremdstaatlichen terroristischen Vereinigungen ,Jabhat al-Nusra‘ und ISIS beteiligt zu haben“, heißt es in der Meldung der Staatsanwaltschaft des Bundes.

Wie Anwohner beschreiben, soll der Zugriff gegen 18 Uhr vonstatten gegangen sein. Mit einer Hundertschaft nahm die Polizei anscheinend anfangs 4 Einzelpersonen bis auf Weiteres fest. Bis auf Ahmad A.A. kamen diese aber wenig später wieder frei.

Laut Haftbefehl soll sich der mutmaßliche Terrorist im Krieg in Syrien einer zur Terrororganisation „Jabhat al-Nusra“ (JaN) gehörenden Kampfgruppe angeschlossen haben, die er in der Folgezeit in der Gegend Rakka als „Emir“ kommandierte. „Im Frühling 2013 kam es zu Streitereien zwischen der JaN und dem IS, in deren Verlauf sich der Angeklagte dem Islamischen Staat anschloss“, heißt es weiter.

Ahmad A. A. soll am Freitag dem zuständigen Richter des BGH vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug der U-Haft festlegen wird. Wie die Fahnder Ahmad A. A. auf die Spur kamen, seit wann er sich in Deutschland aufhält und ob etwas bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckt wurde, dazu äußert sich die Staatsanwaltschaft des Bundes nicht.

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