Irische Stadt kehrt zur alten Währung zurück


Europa Redaktion

Spanien befindet sich am Rande des finanziellen Zusammenbruchs, EU-Quellen behaupten sogar, dass noch heute Gelder fließen müssten. Die Fremdkapitalkosten stiegen auf ein Niveau, an dem sich Griechenland, Portugal und Irland von anderen Ländern retten lassen mussten. Und während Staaten der Eurozone alles dafür tun, die Währung zu retten, kehrt eine kleine Stadt in Irland heimlich zur alten Währung zurück.

Das Irische Pfund war bis zum 31. Dezember 2001 die Währung Irlands und wurde von der irischen Zentralbank ausgegeben. Ab 2002 wurde das Irische Pfund (Ir£) im Verhältnis 0,787564:1 durch den Euro ersetzt.

In der Kleinstadt Clones im Westen der Grafschaft Monaghan in Irland mit einer Einwohnerzahl von weniger als 3’000 Menschen kehren die Bürger nun wieder zur alten Währung zurück. Euros findet man in lokalen Geschäften höchstens noch als Aufdruck auf Toilettenpapier.

Irland ist von der weltweiten Finanzkrise aufgrund seiner ehemals boomenden Immobilienwirtschaft besonders hart betroffen und musste als eines der ersten Euroländer gerettet werden, um nicht seinen Bankrott erklären zu müssen. Die Summe der ausstehenden Kredite, Derivate und Hypothekendarlehen der kaum regulierten irischen Banken übersteigt das Bruttoinlandsprodukt beinahe um das Vierfache.