Iran erwägt Schließung der Straße von Hormuz


Naher Osten Redaktion

Die iranische Regierung erwägt offenbar als Reaktion auf die harten Sanktionen eine Schließung der Straße von Hormuz für sämtliche Schiffe aus Ländern, die die Sanktionen gegen den Iran unterstützen. Laut iranischen Medien berät das iranische Parlament aktuell darüber.

„Die Mitglieder des Parlaments sind die Vertreter der Nation und spiegeln deren Ansichten bezüglich der feindlichen Bewegungen gegen das Land wider“, sagte der Sprecher des Außenministeriums Ramin Mehman-Parast am Dienstag während einer wöchentlichen Pressekonferenz in Teheran. Dies berichtete die iranische Zeitung Fars News.

Gestern hatte die Kommission für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, in dem eine Sperrung der Straße von Hormuz gefordert wird für Schiffe aus Ländern, die die Sanktionen gegen den Iran unterstützen. Mehman-Parast betonte die Öl-Sanktionen gegen den Iran als „provokativ und bedrohlich“ für die Stabilität der weltweiten Ölversorgung.

Das EU-Embargo gegen den iranischen Öl-Sektor trat am Sonntag in  Kraft. Teheran hat wiederholt gewarnt, dass diese Maßnahmen auch die Gespräche bezüglich des Atomprogramms mit den P5+1 Weltmächten beeinträchtigen würden. Die iranische Regierung hatte zuvor angekündigt, die Straße von Hormuz umgehend zu schließen, falls das Atomprogramm zum Ziel militärischer Angriffe werde.

Derweil bezieht der Iran trotz der finanziellen Einschränkungen angeblich große Mengen an Weizen aus Madhya Pradesh, Indien.