Indien und Südkorea steigern Öl-Importe aus dem Iran

Indien und Südkorea haben Öl-Importe aus dem Iran weiter erhöht – trotz der Aufforderung seitens der Vereinigten Staaten, den Handel zu reduzieren. Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) beabsichtigt auch die Türkei, der Öl-Handel mit der Islamischen Republik ungestört fortzusetzen. Das Weiße Haus prüft nun auch mögliche Sanktionen gegen Indien.


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Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der IEA haben Seoul und Neu-Delhi entgegen der Aufforderung Washingtons ihre Öl-Importe aus dem Iran weiter erhöht. Angeblich prüft das Weiße Haus nun auch mögliche Sanktionen gegen Indien.

Zudem hatte am Dienstag die türkische Regierung erklärt, dass sie den Rohöl-Handel mit der Islamischen Republik ungestört fortsetzen werde. So betonte der türkische Minister für Energie und Naturressourcen Taner Yildiz, dass die Türkei beabsichtige den Kauf von Rohöl aus dem Iran trotz des Appells Washingtons weiter aufrecht zu erhalten.

Die Ölpreise befinden sich aufgrund der anhaltenden Spannungen weiterhin auf hohem Niveau. Die USA und die EU haben Teheran schwere Sanktionen auferlegt, was unter Anderem den Öl-Sektor betrifft, sowie die iranische Zentralbank. Demnach ist es dem Ausland aktuell nicht mehr möglich, Diamanten, Gold und andere Edelmetalle an den iranischen Staat zu verkaufen, wie der iranische Nachrichtensender Press TV berichtet.

Die USA, Israel und einige ihrer Verbündeten beschuldigen Teheran bezüglich des Atomprogramms der Verfolgung militärischer Ziele. Der Iran hat die westlichen Vorwürfe wiederholt dementiert mit dem Argument, als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags (nuklearer Nichtverbreitungsvertrag, NVV) und als Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) berechtigt zu sein, Nukleartechnologie für friedliche Zwecke zu nutzen.

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