Hedgefonds wetten auf Abverkauf von Bundesanleihen


Europa Redaktion

Bei einer Umfrage während einer Konferenz in Monaco gaben mehr als die Hälfte aller Hedgefonds-Manager an, dass sie einen Abverkauf deutscher Staatsanleihen in den kommenden Monaten erwarten. Die Renditen würden sich sogar binnen eines Jahres verdoppeln, so die Prognosen. Der deutsche Rentenmarkt sei aktuell „viel zu teuer“, so der allgemeine Tenor.

Nach einem starken Rückgang der Renditen auf deutsche Staatstitel wetten führende Hedgefonds-Manager zunehmend auf einen Abverkauf in den kommenden Monaten. So gaben über 50 Prozent der befragten Manager bei einer Konferenz in Monaco am Dienstag an, dass sie eine Verdoppelung der Renditen von den sogenannten Bunds erwarten.

Gavyn Davies, Gründer des Hedgefonds Fulcrum Asset Management und ehemaliger Chefvolkswirt bei Goldman Sachs, sagte laut einem Beitrag von CNBC, dass der deutsche Rentenmarkt „viel zu teuer“ sei. Die geringen Renditen seien lediglich die Folge einer Kapitalflucht aus anderen Euroländern in deutsche Bunds.

Bundesanleihen sind in diesem Jahr auf ein Allzeithoch gestiegen, nachdem hauptsächlich europäische Anleger ihr Geld in den vermeintlich „sicheren Hafen“ gerettet haben. Die errechnete Rendite 10-jähriger Staatsanleihen fiel am 1. Juni auf einen neuen Tiefpunkt von 1,13 Prozent.