‚Großbritannien gefährdet Beziehungen zu Lateinamerika‘


Europa Redaktion

Die Argentinische Botschafterin in London hat gesagt, dass die britische Regierung mit ihrer harten Haltung bezüglich der Falklandinseln ihre Handelsbeziehungen zu ganz Lateinamerika gefährdet. So haben bereits einige örtliche ansässige Unternehmen britischen Schiffen verboten, in die Häfen einzufahren.

Großbritannien gefährdet mit seiner militärischen Präsenz im Gebiet um die Falklandinseln seine Handelsbeziehungen zu ganz Lateinamerika. Dies behauptet die argentinische Botschafterin in London Alicia Castro. Argentinien erkenne die „koloniale Enklave“ der Falklandinseln nicht an, weshalb ein neuer Konflikt zwischen den beiden Ländern auszubrechen droht.

„Es ist kein argentinisches Problem, sondern ein regionales. Das Vereinigte Königreich lehnt einen klärenden Dialog mit Argentinien ab und wendet so Lateinamerika insgesamt den Rücken zu“, sagte Castro. „Wenn Großbritannien die Beziehungen zu Lateinamerika wieder verbessern möchte, so sollte man sich bemühen den Streit zu schlichten“, fügte sie laut einem Bericht des britischen Telegraph hinzu.

Die Kommentare der Botschafterin kommen pünktlich zum 30. Jahrestag des Krieges um die Falklandinseln im Jahre 1982. Die meisten lateinamerikanischen und karibischen Staaten unterstützen dabei die Regierung Argentiniens, die weiterhin die Souveränität über die Falklandinseln fordert. So beschlossen laut Press TV einige dort ansässige Organisationen, darunter dem Mercosur, die ALBA Group und Unasur, unter britischer Flagge befindlichen Schiffen eine Einfuhr in die Häfen zu untersagen.

Anfang des Jahres hatte Großbritannien angekündigt, eines seiner modernsten Kriegsschiffe zu den Falklandinseln zu entsenden. Dabei handelte es sich um die „HMS Dauntless“, was aber keine Reaktion auf die jüngsten Spannungen zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich wegen der Inselgruppe sei, wie das britische Verteidigungsministerium versicherte.