Griechenlands Obst-Exporte von Russlands Sanktionen betroffen


Europa Redaktion

Unter dem Einfuhrstopp europäischer Lebensmittel nach Russland im Zuge der Sanktionen droht die griechische Agrarwirtschaft zu kollabieren. Russland nimmt einen Großteil der griechischen Obst-Exporte ab. Derzeit lager 3,5 Millionen Kilogramm Obst in Kühlwagen an der russischen Grenze und drohen zu verfaulen.

Griechische Landwirte haben gemeldet, dass das russische Lebensmittel-Embargo der Agrarwirtschaft des Landes einen verheerenden Schlag versetzt. So sollen an der russischen Grenze derzeit etwa 3,5 Millionen Kilogramm Pfirsiche in Kühlwagen lagern und drohen zu verfaulen. Weitere 3,5 Millionen Kilogramm sollen für den Export nach Russland vorgesehen sein, schreibt der britische Guardian.

Russland bezieht mehr als 60 Prozent aller griechischen Pfirsich-Exporte und fast 90 Prozent aller griechischen Erdbeeren. Europaweit gehen etwa ein Zehntel aller Agrarexporte nach Russland mit einem Wert von rund 11 Milliarden Euro pro Jahr, laut Daten der Europäischen Kommission. Russland ist Griechenland größter Handelspartner außerhalb der EU mit einem Gesamtumsatz von mehr als 5,7 Milliarden Euro im Jahr 2013.

Griechische Erzeuger schätzen die Verluste im Obst-Sektor bislang auf 178 Millionen Euro. Der griechischen Landwirtschaftsverband hat bereits bei der EU um Hilfe angefragt, da die Agrarwirtschaft Griechenlands anderenfalls zusammenzubrechen drohe.