Frankreichs Superreiche stoßen Luxusimmobilien ab


Europa Redaktion

Viele wohlhabende Familien aus Frankreich verkaufen offenbar ihre Luxushäuser und setzen sich ins Ausland ab. Grund dafür ist angeblich die 75%-Einkommenssteuer für Superreiche mit einem Einkommen von mehr als einer Million Euro pro Jahr.

Die Zahl der Luxusimmobilien auf dem französischen Markt hat sich seit Amtsantritt des französischen Präsidenten François Hollande mehr als verdoppelt. Allein seit Mai wurden 400 Häuser im Wert von über 1 Million Euro zum Verkauf auf den französischen Markt geworfen. Die Verkäufe wurden vermutlich durch die angekündigten Steuererhöhungen für Superreiche mit einem Einkommen von über 1 Million Euro pro Jahr in die Höhe getrieben.

Doch damit nicht genug: Angeblich verlassen auch viele wohlhabende französische Familien das Land, nachdem ihnen von der sozialistischen Regierung Besteuerungen von bis zu 75% angedroht wurden. Jean-Paul Agon, CEO von L’Oreal, warnte, dass die angekündigten Steuererhöhungen es für viele Unternehmen „fast unmöglich“ machen würden, geeignete Top-Manager zu finden.

Wohlhabende Franzosen sehen dabei offenbar Länder wie Großbritannien, Belgien, die Schweiz und Luxemburg als bevorzugtes Ziel. So stieg die Nachfrage von wohlhabenden Franzosen nach britischen Luxusimmobilien in den ersten Monaten des Jahres um 30%.