Frankreichs Staatsverschuldung erreicht 89,3 Prozent des BIP

Frankreichs Staatsverschuldung ist auf ein neues Rekordhoch von über 89 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angeschwollen. Die Regierung unter Präsident François Hollande stellte bereits Entlassungen in den staatlichen Ministerien sowie Steuererhöhungen in Aussicht.


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Laut einem Bericht des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) hat sich die Staatsverschuldung des krisengeschüttelten Landes im ersten Quartal des laufenden Jahres spürbar um 72,4 Milliarden Euro erhöht und erreichte nominal eine Höhe von 1,789 Billionen Euro, was 89,3 Prozent des BIP entspricht.

Stolze vier Prozent mehr als noch im letzten Quartal des Jahres 2011! Die Hauptgründe für diesen Anstieg sind sicherlich die Rettungsmaßnahmen innerhalb der Eurozone, das marode französische Bankensystem und der Versuch, eine wirtschaftliche Rezession abzuwenden.

Der französische Präsident François Hollande bereitet laut einem Bericht des Wall Street Journal Pläne für Steuererhöhungen sowie Haushaltssperren in verschiedenen Bereichen vor, um die Defizitziele der französischen Regierung einzuhalten. In einer Erklärung wurde etwa angekündigt, dass die staatlichen Ministerien in kommenden drei Jahren die Zahl ihrer Mitarbeiter um jährlich 2,5 Prozent reduzieren werden.

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