Fracking löst Erdbeben in USA aus


Amerika Redaktion

Bei Tagesanbruch am 04.09.2016 gab es einen Erdstoß in Pawnee im US-amerikanischen Bundesstaat Oklahoma mit einer Intensität von 5,6. Die Verluste waren zwar niedrig, aber das Erdbeben erfolgte nicht auf natürliche Art. Einige Abwasserbrunnen in der Umgebung der Stadt würden inspiziert, sagte Gouverneurin Mary Fallin. Die gewichtigste Ursache für vom Menschen ausgelöste Beben im Zentrum und Osten der Vereinigten Staaten ist laut einer Betrachtung der US-Erdbebenwarte die Beseitigung von durch Fracking entstandenem Abwasser.

Als Folge dessen befürchte man in Oklahoma, Kansas, Texas, Colorado, New Mexico und Arkansas in zunehmendem Maß Beben. Hydraulic Fracturing ist eine Verfahrensweise der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Hineinpressen einer Flüssigkeit in eine durch Bohrung erzielte Erdkrustenschicht dort Risse produziert und gefestigt werden.

Das Bestreben ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Gesteinsschicht so zu steigern, so dass ein ökonomischer Abbau von Ressourcen (z. B. werden Methangas -sog. Shale Gas oder unkonventionelles Methangas- und Rohöl viel günstiger als die konventionellen Ressourcen – daher das Interesse daran) möglich gemacht wird.

Fracking wird auch zur Planung der Verwendung von Erdwärme genutzt. Beim Hydraulic Fracturing können Gase und karzinogene, aggressive oder hormonell effiziente Substanzen in den Boden und ins Grundwasser geraten. Außerdem kommen durch den Bohrvorgang Mio. Liter zum Teil hochgradig verunreinigten Wassers nach oben und müssen beseitigt werden. Bisher wird dieses toxische Abwasser meist einfach wieder nach unten verklappt.

Auch Landschaftsversiegelung und ein hohes Verkehrsaufkommen zählen zu den nachteiligen Folgen. Doch betreffen zahlreiche Schwierigkeiten der Hydraulic Fracturing-Technik auch die herkömmliche Methangas-Gewinnung. Auch das scheinbar so saubere Methangas ist immer eine unsaubere Sache.