Fitch droht Eurozone mit Downgrade


Europa Redaktion

Nachdem der Sparwille in Griechenland immer weiter nachlässt und sich deutsche Politiker öffentlich über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone äußern, hat die Ratingagentur Fitch ein Downgrade für die gesamte Eurozone angekündigt.

Die Ratingagentur Fitch hat der gesamten Eurozone mit einem Downgrade gedroht, für den Fall dass Griechenland die Währungsunion verlässt. Namentlich genannt wurden Frankreich, Italien, Spanien, Zypern, Irland, Portugal, Slowenien und Belgien.

Alle übrigen Staaten würden auf „Watch Negative“ gesetzt, schrieb Fitch in einer Erklärung. Der Grund für das angekündigte Downgrade sei ein entstehender Vertrauensverlust in die Sparbemühungen der anderen Eurostaaten, falls Griechenland die Eurozone verlässt.

Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte am Freitag darauf hingewiesen, dass die Eurozone auch weiter bestehen werde, selbst wenn Griechenland die Gemeinschaftswährung aufgibt. Wolle Griechenland weiter in den Euro als Zahlungsmittel nutzen seien jedoch noch mehr Anstrengungen nötig.

Auch Guido Westerwelle hatte sich am Freitag kritisch zur Situation in Griechenland geäußert. Zwar beabsichtige die Bundesregierung Griechenland weiter unter die Arme zu greifen, doch seien die Anstrengungen „keine Einbahnstraße“, so der Außenminister.