Fitch: 29 größte Banken brauchen 566 Milliarden Dollar

Laut Fitch benötigen die 29 größten Banken der Welt zusätzlich Kapital in Höhe von 566 Milliarden Dollar bis 2018, damit internationale Vorschriften eingehalten und laufende Verbindlichkeiten weiter bedient werden können und das Finanzsystem nicht zerbricht.


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Die Ratingagentur Fitch hat errechnet, dass die 29 größten Banken der Welt in der Summe zusätzliche 566 Milliarden Dollar Kapital aufstocken müssen bzw. an Rettungsgeldern von den Steuerzahlern benötigen, um einen Zusammenbruch abzuwenden. Diese Summe müsse bis Ende 2018 bereitgestellt werden, um die neuen internationalen Anforderungen zu erfüllen. Wie Bloomberg berichtet wurde der Bericht am Donnerstag veröffentlicht.

Laut Fitch ist das Geld erforderlich, um die sogenannten Basel III-Regeln einhalten und gegebenenfalls eigene Aktien zurückkaufen zu können. Um Investoren der Banken bei Laune zu halten seien auch höhere Dividendenzahlungen notwendig, wie Moneynews berichtet.

Insgesamt gehe es um 29 Banken in 12 Ländern, die in dem Bericht als „globale systemrelevante Finanzinstitute“ erwähnt werden. Im Klartext bedeutet das, dass bei einem Ausfall einer dieser Banken das weltweite Finanzsystem zerstört werden könnte. Unter anderem ist die Rede von der Deutschen Bank, den vier größten britischen Banken, sowie der Bank of America Corp, Citigroup Inc., Goldman Sachs Group Inc. und JPMorgan Chase & Co.

In Anbetracht des sich immer dramatischer beschleunigenden Schneeballeffekts im Bankensektor dürften die 566 Milliarden Dollar bis 2018 allerdings eine sehr optimistische Einschätzung der Situation auf den Finanzmärkten sein.

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