Federal Reserve: US-Großbanken sollten zerschlagen werden


Amerika Redaktion

Der Präsident der Federal Reserve Dallas, Richard Fisher, sagte am Mittwoch während einer Rede in Mexiko, dass die fünf größten Banken der USA unbedingt zerschlagen werden müssten. Infolge der Finanzkrise seien diese Banken noch mächtiger geworden, als sie es vor der Krise waren.

„Die fünf größten Banken der Vereinigten Staaten sind zu mächtig und sollten zerschlagen werden“, sagte der Präsident der Federal Reserve Dallas Richard Fisher am Mittwoch während einer Rede in Mexiko-Stadt. Die Macht der fünf größten Banken der USA sei zu groß, heute sogar noch größer als zu Beginn der Krise. Namentlich nannte er offenbar die üblichen Verdächtigen: Bank of America Corp., JPMorgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citigroup.

Fisher war von 1997 bis 2001 stellvertretender US Trade Representative, diente unter der US-Handelsbeauftragten Charlene Barshefsky, wo er unter Anderem verantwortlich war für die Umsetzung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA. Von 2001 bis 2005 war er im Beratungsunternehmen Kissinger Associates des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger beschäftigt und im April 2005 wurde er  als Nachfolger von Robert D. McTeer Präsident der Federal Reserve Bank in Dallas.

Das US- Notenbank hat den Leitzins Ende 2008 auf 0-0,25% gesenkt und hat seitdem langfristige Wertpapiere in Höhe von sagenhaften 2,3 Billionen Dollar (ca. 7’400 Dollar je US-Bürger) aufgekauft mit dem Ziel, das Wachstum der schwer angeschlagenen amerikanischen Wirtschaft anzukurbeln. 

Vergangenen Monat hatte eine Gruppe, bestehend aus Verbraucherschützern, Wissenschaftlern und Ökonomen gesagt, dass sie sich dafür einsetzen würden, sogenannte „Too big to fail“-Banken aus dem Verkehr zu ziehen, beginnend mit der Bank of America Corp., welche 288’000 Mitarbeiter beschäftigt und eine Bilanzsumme von 2,264 Billionen Dollar (etwa 15% des US-Bruttoinlandsprodukts) verwaltet.