EZB kauft wieder griechische Ramschpapiere

In der Zukunft wird die EZB wieder griechische Staatsobligationen als Kreditsicherheiten billigen – trotz Junk Rating. So bekommen die Geldhäuser wieder Zugang zu billigem Papiergeld. Griechische Finanzinstitutionen können bald wieder von der billigen Geldversorgung über die Europäische Zentralbank profitieren.


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Eine dafür erforderliche Sonderregelung werde wieder in Kraft gesetzt, teilte die EZB mit. Ab folgenden Mittwoch würden nun griechische Staatsobligationen trotz Junk Rating wieder als Kreditsicherheiten von der Notenbank akzeptiert. Der EZB-Rat erkenne die Neuregelungen des Staates an und erwarte, dass es auch weiter die Voraussetzungen erfülle.

Über eine Aufnahme Griechenlands in das derzeitige billionenschwere Schuldverschreibungen-Kaufprogramm werde später entschieden. Ein entscheidender Schritt hin zur Wiedereinsetzung der Ausnahmeregel war, dass an Griechenland ein erster Teilbetrag von 7,5 Mrd. Euro an Rettungsgeldern aus dem Euro-Hilfsfonds ESM ausgezahlt wurde.

Die Begutachtung der laufenden Neuregelungen durch die Anleger war vorher positiv ausgefallen. Die EZB hatte Griechenlands Finanzinstitutionen im Frühjahr 2015 von der vorschriftsmäßigen Geldversorgung abgetrennt. Seitdem waren sie zur Refinanzierung im Großen und Ganzen auf so bezeichnete ELA-Notkredite ihrer Athener Notenbank beauftragt. Diese Versorgungsquelle war für die Einrichtungen temporär existenziell.

Denn aus Angst vor einem Staatsbankrott und einem Weggang des Staates aus der Währungsunion hatten Kontoinhaber massiv ihre Bankkonten geplündert. Die Wiederankoppelung an die normale Geldversorgung über die Europäische Zentralbank bringt den Geldhäusern wirtschaftliche Entspannungen. Beobachter gehen davon aus, dass für ELA-Nothilfen in Griechenland momentan ein Zinssatz von etwa 1,5 % vorgeschrieben wird. Zum Vergleich: Die Leitzinsen für Hauptrefinanzierungsgeschäfte mit der Europäischen Zentralbank liegen aktuell bei 0,0 %.

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