EZB hält so viele spanische Bankanleihen wie nie zuvor

Spaniens Staatsverschuldung steigt trotz – oder wegen – der Sparprogramme der Regierung immer weiter. Nominal ist das extrem geschwächte Land nun mit über 800 Milliarden Euro verschuldet. Spaniens Banken stehen mit 388,7 Milliarden bei der EZB in der Kreide.

Nach jüngsten Zahlen der Spanischen Notenbank vom Freitag haben sich die Schulden spanischer Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB)  von 375,5 Milliarden Euro im Juli auf 388,7 Milliarden Euro im August weiter dramatisch erhöht. Im August 2011 waren es „nur“ 69,9 Milliarden Euro gewesen. Die Schulden spanischer Banken bei der EZB haben sich somit in nur einem Jahr mehr als verfünffacht.


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Spaniens Staatsschulden stiegen im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordwert von 75,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Spanische Notenbank gab bekannt, dass die Staatsverschuldung nun von 774 Milliarden Euro (72% des BIP) im ersten Quartal auf 804 Milliarden Euro im zweiten Quartal gestiegen sei. Im Jahr 2007 waren es noch 36,3% gewesen. Zur Erinnerung: Spanien hat insgesamt rund 47 Millionen Einwohner, somit hat jeder Bürger vom Säugling bis zum Rentner in nur einem Quartal rund 640,00 Euro mehr ausgegeben als eingenommen.

Die hohen Schulden des beliebten Urlaubslandes haben erneut Sorgen geweckt, dass das Land seine Defizitziele von 6,3% nicht erreichen wird. Die Einhaltung dieses Zieles ist von großer Bedeutung für die Vertrauenswürdigkeit Spaniens an den internationalen Märkten. Es gilt nun, die Investoren davon zu überzeugen, dass Spanien keine weiteren Rettungsaktionen benötigt. Spanien kämpft mit einer sich immer weiter verschlimmernden Rezession und einer extrem hohen Arbeitslosigkeit von offiziellen 25%.

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