Eurozone: Privatsektor wieder unter Druck

22. Februar 2012

Der Privatsektor der Eurozone ist im Februar zurückgegangen, nachdem er im Januar etwas zugelegt hatte. Dies schürt Sorgen vor einem erneuten Rückfall der Eurozone in die Rezession. Die Bundesregierung rechnete bislang mit einem Beitrag privater Gläubiger zur Sanierung Griechenlands.

Der Purchasing Managers Index (PMI) fiel diesen Monat auf 49,7 Punkte. Die Hoffnungen waren im Januar noch groß gewesen, nachdem der Index von 48,3 Punkten im Dezember auf 50,4 Punkte im Januar gestiegen war.

Chefvolkswirt Chris Williamson des Marktforschungsunternehmens Markit, welches den PMI berechnet,  sagte laut einem Bericht von EU Business, dass das Ergebnis sehr enttäuschend sei und betonte die anhaltende Gefahr, dass die Eurozone wieder in die Rezession zurückfallen könnte. Im vierten Quartal 2011 sei die Wirtschaft der Eurozone bereits um 0,3% geschrumpft. Eine erneute Schrumpfung im laufenden Quartal würde die technische Definition einer Rezession erfüllen.

Williamson fügte hinzu, dass eine Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum eine deutliche Verbesserung der Nachfrage in den kommenden Monaten voraussetze. In regierungsnahen Kreisen hatte es Gerüchte gegeben, dass es bezüglich der Rettung Griechenlands Differenzen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble gegeben habe. Nicht geklärt war offenbar die Frage, ob eine Staatspleite notfalls hingenommen werden solle und ob die Folgen davon beherrschbar seien.


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